INTERREG

INTERREG ist ein Programm der Europäischen Union, welches auch als Europäische Territoriale Zusammenarbeit (ETZ) bezeichnet wird. Es hat das Ziel  „Konvergenz“ zwischen den Mitgliedsstaaten herzustellen und soll die „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ stärken. Es ist ein eigenständiges Instrument der europäischen Strukturpolitik. Es ist in die drei Bereiche A, B, C aufgeteilt:

  • grenzübergreifende Zusammenarbeit (Ausrichtung A): Weiterentwicklung der wirtschaftlichen und sozialen Zusammenarbeit in benachbarten Grenzregionen

    Brandenburg hat als Landeskoordinator für das Kooperationsprogramm Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen mit Blick auf die kommende Förderperiode ein Gutachten zu Optimierungsmöglichkeiten der INTERREG-Beteiligung für seinen brandenburgischen Fördergebietsanteil erarbeiten lassen. Das Gutachten kann hier in deutscher und polnischer Sprache heruntergeladen werden.

  • transnationale Zusammenarbeit (Ausrichtung B): Zusammenarbeit zwischen nationalen, regionalen und kommunalen Partnern in transnationalen Kooperationsräumen, um die territoriale Integration dieser Räume zu erhöhen
  • interregionale Zusammenarbeit (Ausrichtung C): Kooperationsnetze und Erfahrungsaustausch, um die Wirksamkeit bestehender Instrumente für Regionalentwicklung und Kohäsion zu verbessern.

Mit einem Workshop für den 4. Call INTERREG Europe (07. Mai - 22. Juni 2018), am 13. April 2018, hat das zuständige Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz potentielle Projektträger in der Region Berlin Brandenburg vorbereitet. Auf Einladung von Europastaatssekretärin Anne Quart hat der INTERREG Europe Programmdirektor, Erwin Siweris, den interessierten Teilnehmern letzte Informationen und Hinweise zur Antragstellung und Partnerschaft gegeben. 

Um den notwendigen finanziellen Eigenanteil brandenburgischer Projektträger bei der Antragstellung zu fördern und Anreize zur Einreichung von INTERREG Europe Projektanträgen zu geben, hat das Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz eigens für diese Förderperiode eine Förderrichtlinie aufgelegt. 

Nach 3 Projektaufrufen partizipiert das Land Brandenburg erfolgreich mit 7 Projektbeteiligungen am europaweiten Kooperationsprogramm (für Deutschland bislang insgesamt: 68). Themenschwerpunkte der Projekte sind beispielsweise soziale Unternehmensgründung und Unternehmensübertragung sowie Zukunftsthemen der Energieeffizienz. 

Weitere Hinweise zum Verfahren des 4. Projektaufrufes sind unter https://www.interregeurope.eu/projects/apply-for-funding/ und zur Projektförderung des Landes Brandenburg unter

https://www.ilb.de/de/infrastruktur/zuschuesse/landeskofinanzierung-interreg-v-b-und-europe/ zu finden.

Das Programm fördert also grenzübergreifende Maßnahmen der Zusammenarbeit wie Infrastrukturvorhaben, die Zusammenarbeit öffentlicher Versorgungsunternehmen, gemeinsame Aktionen von Unternehmen oder Kooperationen im Bereich des Umweltschutzes, der Bildung, der Raumplanung oder Kultur. Beispiele finden sich hier.

Brandenburg ist an zwei INTERREG-Programmen beteiligt:

Kooperationsprogramm Brandenburg – Polen 2014-2020

Verwaltungsbehörde: Land Brandenburg [BB] (Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz)

Das Ministerium für Infrastruktur  und Entwicklung der Republik Polen ist Koordinierungsbehörde.

Programmgebiet:

BB: Landkreise Märkisch-Oderland, Oder-Spree, Spree-Neiße und die kreisfreien Städte Frankfurt / Oder und Cottbus                                           
PL: gesamte Wojewodschaft Lubuskie

Ansprechpartner im Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg für dieses Programm sind:

Frau Ursula Bretschneider - Leiterin der Verwaltungsbehörde
Tel.-Nr. 0331 866 3440
E-Mail: ursula.bretschneider@mdjev.brandenburg.de

Frau Ariane Thiele - Referentin im Referat ETZ
Tel.: 0331 866 3433
Fax: 0331 866 3439
Mail: ariane.thiele@mdjev.brandenburg.de

Frau Elzbieta Marlena Kasianik - Leiterin des Gemeinsamen Sekretariats in Frankfurt (Oder)
Tel.: 0335 60676 9950
Fax: 0335 60676 9959
Mail: elzbieta.kasianik@mdjev.brandenburg.de

letzte Änderung am 16.11.2015
Kooperationsprogramm Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg - Polen 2014-2020

Verwaltungsbehörde: Land Mecklenburg-Vorpommern [MV] (Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus)

Koordinierungsbehörden sind das Brandenburger Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz sowie das Ministerium für Infrastruktur und Entwicklung der Republik Polen

Programmgebiet:              

MV: Landkreise Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und Mecklenburgische Seenplatte

BB: Landkreise Uckermark, Barnim und Märkisch Oderland

PL:         gesamte Wojewodschaft Zachodniopomorskie

Ansprechpartner in Brandenburg:

Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg

Referat IV.3
Europäische territoriale Zusammenarbeit
Verwaltungsbehörde Kooperationsprogramm INTERREG V A Brandenburg - Polen 2014-2020

Leiter der Verwaltungsbehörde:

Wolfgang Balint
Landeskoordinator Kooperationsprogramm INTERREG V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen 2014-2020

Heinrich-Mann-Allee 107
14473 Potsdam
Tel.:        + (49) 0331 8663430
E-Mail:  etz1420@mdjev.brandenburg.de


Die ETZ wird in seinen 3 Ausrichtungen grenzüberschreitende, transnationale und interregionale Zusammenarbeit fortgeführt:

Die grenzübergreifende Zusammenarbeit  zwischen Regionen aus mindestens zwei Mitgliedstaaten im gemeinsamen Grenzgebiet wird weiter besonders mit Projektfördermitteln unterstützt. Hier können vor allem Projekte im Rahmen des gemeinsamen Umweltschutzes, des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur, der Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Bürgern sowie der Bildung mit Finanzmitteln der EU gefördert werden. Weitere Beispiele sind gemeinsame Wirtschafts- und Bildungsinitiativen, der Ausbau mehrsprachiger Schulen und Kindergärten oder die Schaffung gemeinsamer Tourismusinfrastrukturen.

Die transnationale Zusammenarbeit zwischen Mitgliedstaaten in definierten europäischen Programmräumen ist die Zusammenarbeit von Regionen innerhalb größerer geographischer Gebiete. Das Land Brandenburg ist in den Programmgebieten Central Europe und Baltic Sea Region beteiligt. Weitere Informationen hierzu finden Sie auch auf der Internethomepage der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg:

Gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg

Die interregionale EU-weite Zusammenarbeit findet unabhängig von geographischen Zusammenhängen statt. Sie verbindet Städte und Regionen mit einem thematischen Hintergrund in gemeinsamen Projekten.

Mit der neuen Förderperiode haben sich die Anforderungen an die ETZ erhöht. Ein neues Element in der ETZ-VO sind die Bestimmungen über die thematische Konzentration und Investitionsprioritäten, die eine bessere strategische Ausrichtung der Programme und eine stärkere Ergebnisorientierung bei den Projekten bewirken sollen.

Bestehen bleibt auch zukünftig das Leadpartnerprinzip. Bei der Auswahl der Projekte entscheidet sich ihre Qualität vor allem durch das Vorliegen der 4 Förderkriterien: Gemeinsamkeit soll vorliegen bei Entwicklung, Finanzierung, Personal und Umsetzung der Vorhaben.

Die Finanzierung der Programme erfolgt weiterhin aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Für die ETZ hat der Europäische Rat im Rahmen seiner Beschlüsse zum Mehrjährigen Finanzrahmen 2014 – 2020 im Februar 2013 insgesamt 8.948 Mio. € vorgesehen. Brandenburg erhält für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit 84,2 Mio. €. Eine Förderung aus den EU-Mitteln ist bis max. 85 % der projektbezogenen Gesamtkosten möglich. Die Sicherstellung der nationalen Kofinanzierung in Höhe von mindestens 15 % der zuschussfähigen Gesamtkosten durch die Projektträger wird auch ab 2014 eine wesentliche Fördervoraussetzung sein.