Justizfachangestellte/r

Schulzeit fast beendet, was nun? Haben Sie vielleicht Interesse an einem Gericht oder an einer Staatsanwaltschaft zu arbeiten? Und Sie möchten dafür nicht studieren müssen, sondern lieber eine Ausbildung machen? 

Dann bewerben Sie sich doch um einen Ausbildungsplatz als Justizfachangestellte/r. 

Was die Arbeit eines Justizfachangestellten ausmacht, schildert eine Auszubildende des Amtsgerichts Brandenburg an der Havel. 

Einfach Steckbrief durchgehen.


Was mache ich in diesem Beruf?

Ich arbeite an Gerichten und Staatsanwaltschaften Hand in Hand mit den Rechtspflegern/innen, Richtern/innen und Staatsanwälten/innen. Dabei kenne ich mich in vielen Rechtsgebieten gut aus, zum Beispiel im Zivil- und Strafrecht, Erbrecht und Familienrecht.

Zumeist bin ich die erste Anlaufstelle für ratsuchende Menschen. Gerichtsverhandlungen werden von mir selbst vorbereitet und protokolliert. Ich sorge dafür, dass die Akten rechtzeitig zur Verhandlung vorgelegt werden. Mir werden Urteile und Schriftstücke diktiert und ich nehme Anträge und Erklärungen von Rechtssuchenden auf. Außerdem berechne ich Gerichtskosten und Zeugenentschädigungen und bin für amtliche Verzeichnisse verantwortlich, die für die Bürger sehr wichtig sind, zum Beispiel das Grundbuch.

Wie würde ich den Beruf mit meinen Worten beschreiben?

Es ist ein spannender Beruf, denn ich bin für einen reibungslosen Geschäftsablauf im Gerichtsbetrieb mitverantwortlich.

Nach meiner Ausbildung kann ich in verschiedenen Abteilungen bei den Gerichten der ordentlichen Gerichtsbarkeit und der Fachgerichte sowie bei den Staatsanwaltschaften oder auch im Justizministerium arbeiten.

Warum empfehle ich diesen Beruf?

Es macht Spaß hinter Kulissen einer juristischen Behörde zu schauen und Verwaltungsaufgaben zu übernehmen. Die Arbeit ist dort sehr vielfältig, weil man in unterschiedlichen Geschäftsstellen eingesetzt wird. Man eignet sich in der Ausbildung viele rechtliche Grundkenntnisse an, die einem auch im Alltag sehr hilfreich sein können. Der Umgang mit den Bürgern gestaltet den Arbeitstag sehr abwechslungsreich. 

Die späteren Berufschancen stehen aktuell sehr gut. Zudem ist die Ausbildung finanziell attraktiv. Mein  monatliches Ausbildungsentgelt beträgt im ersten Ausbildungsjahr schon über 900 Euro. Daneben werden mir zu einem großen Teil Fahrt- und Unterkunftskosten erstattet. 

Im Vergleich zu anderen Ausbildungsberufen kann ich sagen, dass der Beruf abwechslungsreich und verantwortungsvoll ist, außerdem mit flexiblen Arbeitszeiten und guter Bezahlung.

Welche Qualifikationen brauche ich für diesen Beruf?

Neben dem mittleren Schulabschluss und guten Deutschkenntnissen brauche ich vor allem Interesse am Umgang mit Menschen sowie Freude an Teamarbeit.

Schnelle Finger helfen beim Umgang mit der Technik.