Ehrenamt

Suchen Sie Informationen zu ehrenamtlich getragener Unterstützung von JVA-Insassen oder wollen Sie sich selbst in der Gefagenenarbeit engagieren? Auf dieser Seite finden Sie die in den Justizvollzugseinrichtungen tätige Organisationen und Organisationen, mit denen eng zusammen gearbeitet wird:

JVA Cottbus Dissenchen

Caritas-Regionalstelle Cottbus
Universal-Stiftung Helmut Ziegner


JVA Brandenburg adH/Sicherungsverwahrung

HUMANITAS e.V.
Blaues Kreuz
Freie Hilfe Berlin e.V.
Evangelische Abhängigenhilfe Brandenburg
Soziale Initiative Niederlausitz


JVA Wriezen

Caritasverband für das Erzbistum Berlin e. V.
Gesucht werden ständig, Freiwillige Ehrenamtler zur Betreuung straffällig gewordener Jugendlicher, welche wenig oder keine soziale Bindung haben. Die genannten Ehrenamtler sollen durch Besuche und Begleitung im Rahmen von Ausgängen den von ihnen betreuten Inhaftierten als "Ersatzperson" für fehlende soziale Kontakte, als Ansprechpartner bei Sorgen und Nöten, die die Inhaftierten nicht mit JVA-Mitarbeitern erörtern wollen, und als Begleitung im Rahmen von Maßnahmen der Entlassungsvorbereitung Hilfe und Unterstützung leisten.


JVA Luckau-Duben

Universal-Stiftung Helmut Ziegner
Ausbildungsberuf -Gebäudereiniger- mit Abschlusszertifikat oder Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer

Ausbildungsberuf -Fachkraft im Gastgewerbe- mit Abschluss vor der IHK

Technisches Berufsbildungszentrum Königs Wusterhausen (TBZ)
Berufliche Qualifizierungsmaßnahme mit arbeitstherapeutischem Ansatz

Die Wille gGmbH
Qualifizierung für den Europäischen Computerführerschein (ECDL)

Schule des Zweiten Bildungsweges Langkreis Dame/Spreewald
Vorbereitung auf die Aufnahme in die 9. oder 10. Klasse
Bildungsgang zum nachträglichen Erwerb der Berufsbildungs- oder Fachoberschulreife

Ehrenamtliche Beiräte

Anstaltsbeiräte leisten Gemeinwesenarbeit. Als "wichtigstes Symbol der Beteiligung Außenstehender am Strafvollzug" oder auch "institutionalisierte Öffentlichkeit" werden sie bezeichnet. Das Strafvollzugsgesetz und das Jugendstrafvollzugsgesetz schreiben die Bildung von "Anstaltsbeiräten" zwingend vor. Doch was sind das für Menschen, die diese Tätigkeit ausüben? Wie wird man Anstaltsbeirat? Und welche Aufgaben warten auf die Betreffenden?

Auf Bitte der Anstaltsleitung benennt der Rat der Stadt bzw. der Kreistag geeignete Personen für die Mitarbeit im Anstaltsbeirat. Die Leiterin oder der Leiter der Justizvollzugsanstalt ernennt die Mitglieder des Beirats. Die Amtsdauer des Beirats beträgt 5 Jahre, sie entspricht der Wahlperiode des Landtags.

Den Beiräten sollen Personen angehören, die Verständnis für die Aufgabe und Ziele des Strafvollzuges haben und bereit sind, bei der Eingliederung entlassener Gefangener mitzuarbeiten. Dem Beirat soll möglichst ein Mitglied des Landtags und je ein Vertreter einer Arbeitnehmer- und einer Arbeitgeberorganisation sowie eine in der Sozialarbeit tätige Person angehören.

Die Beiräte unterstützen die Leiterin oder den Leiter der Justizvollzugsanstalt bei der Aufgabenerfüllung, insbesondere durch Kontakte zu Organisationen und Behörden und geben Anregungen und Empfehlungen für eine Verbesserung des Vollzuges. Im Einzelfall helfen sie auch bei der Eingliederung der Gefangenen nach der Entlassung. Beiräte sollen ein Stück Öffentlichkeit herstellen und dem Misstrauen vieler Bürger dem Vollzug gegenüber entgegenwirken.

Ihre Arbeit ist weiterhin auf die Arbeit innerhalb der Anstaltsmauern gerichtet. Hierzu zählt auch, sich um das Wohl der Mitarbeiter zu kümmern.

Beiräte haben Zutritt zu allen Einrichtungen der Anstalt und können mit den Gefangenen ohne Beisein eines Bediensteten der Anstalt sprechen. Auch die Schreiben zwischen Beiratmitgliedern und Strafgefangenen werden nicht überwacht.

Die Anstaltsleiterin oder der Anstaltsleiter unterstützt den Beirat bei der Erfüllung seiner Aufgaben, gibt ihm die erforderlichen Auskünfte und nimmt an Sitzungen und Anstaltsbesichtigungen des Beirats teil.

Die Beiratsmitglieder sind verpflichtet, über alle Angelegenheiten, die ihrer Natur nach vertraulich sind, außerhalb ihres Amtes Verschwiegenheit zu bewahren.

Gesetzliche Grundlage nach dem BbgJVollzG Beirat:

(1)Bei der Anstalt ist ein Beirat zu bilden. Auf eine ausgewogene Besetzung mit Frauen und Männern wird hingewirkt. Bedienstete dürfen nicht Mitglieder des Beirats sein.

(2)Die Mitglieder des Beirats wirken beratend bei der Gestaltung des Vollzugs und der Eingliederung der Gefan-genen mit. Sie fördern das Verständnis für den Vollzug und seine gesellschaftliche Akzeptanz und vermitteln Kontakte zu öffentlichen und privaten Einrichtungen.

(3)Der Beirat steht der Anstaltsleiterin oder dem Anstaltsleiter, den Bediensteten und den Gefangenen als An-sprechpartner zur Verfügung.

(4)Die Mitglieder des Beirats können sich über die Unterbringung der Gefangenen und die Gestaltung des Voll-zugs sowie die Arbeitsbedingungen der Bediensteten unterrichten und die Anstalt besichtigen. Sie können die Gefan-genen in ihren Räumen aufsuchen. Unterhaltung und Schriftwechsel werden nicht überwacht.

5)Die Mitglieder des Beirats sind verpflichtet, außerhalb ihres Amtes über alle Angelegenheiten, die ihrer Natur nach vertraulich sind, besonders über Namen und Persönlichkeit der Gefangenen, Verschwiegenheit zu bewahren. Dies gilt auch nach Beendigung ihres Amtes.

Ehrenamtliche Betreuung

Derzeit sind landesweit viele Menschen ehrenamtlich im Justizvollzug aktiv. Sie engagieren sich als Einzelbetreuer für Gefangene oder leiten Freizeit- und Gesprächsgruppen. Sie begleiten Inhaftierte bei und nach der Haftentlassung und sind für sie eine unverzichtbare Brücke zwischen "drinnen und draußen".

Das Ehrenamt im Justizvollzug ist eine besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements, auf das unsere Gesellschaft in immer größerem Maße angewiesen ist. Wichtig ist vor allem, dass die Ehrenamtlichen ihre freie Zeit dafür einsetzen, den Gefangenen zu zeigen, dass die Welt "draußen" sie nicht vergessen hat. Dass es noch Menschen gibt, die sich um sie kümmern, auch wenn familiäre oder freundschaftliche Bindungen gefährdet oder zerrüttet sind.

Sie interessieren sich für eine ehrenamtliche Mitarbeit im Justizvollzug?

Dann können Ihnen die folgenden Hinweise einen Überblick über das Arbeitsfeld Justizvollzug und Ehrenamt verschaffen.

Beschreibung der Tätigkeiten des Betreuers

Die Ehrenamtlichen unterstützen die Arbeit im Justizvollzug, indem sie bei persönlichen Schwierigkeiten oder sozialen Problemen von Gefangenen helfen und bei der Entlassungsvorbereitung oder der Eingliederung in das Leben in Freiheit beratend zur Seite stehen. Dabei bieten Sie Ihre Tätigkeit als Hilfe zur Selbsthilfe an.

Jede Bürgerin und jeder Bürger verfügt über eigene Kenntnisse und Fertigkeiten, die helfen können, Probleme zu lösen.

Sie möchten:

  • Ihre Freizeit sinnvoll gestalten
  • Anderen helfen
  • etwas Neues (kennen-)lernen
  • Kontakt zu Menschen aufnehmen
  • Andere von Ihren Stärken und Fähigkeiten profitieren lassen
  • sich aktiv daran beteiligen, anderen eine neue Chance zu geben

Es gibt viele Gründe, sich für das Ehrenamt zu interessieren. Und es gibt viele Möglichkeiten und Formen, sich zu engagieren.

Sie können:

  • Briefkontakte zu Inhaftierten aufbauen
  • Inhaftierte in der Justizvollzugsanstalt besuchen
  • Einzelbetreuungen übernehmen
  • Freizeitangebote auch in Gruppen anbieten (z. B. Kochkurs, Schachgruppe, Spielgruppe, Schreibwerkstatt)
  • bei der Wohnungs- und Arbeitsplatzsuche helfen
  • bei speziellen Problemen (z. B. Schulden, Schreiben an Ämter) behilflich sein
  • Zuhören und begleiten

Gemeinsam mit den Ansprechpartnern können Sie überlegen, ob und wie Ihre Ideen umgesetzt werden können.

Voraussetzungen:

Die Ehrenamtlichen selbst sind bereit begleitende Hilfen anzunehmen, z. B. durch Angebote der Freien Straffälligenhilfe (Lotse, Diakonie, AWO, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband, etc.) und anderer Vereine sowie von Organisationen, die die Ehrenamtlichen auf ihre verantwortungsvolle Tätigkeit vorbereiten und sie fortbilden.

Falls das Angebot solcher Institutionen nicht vorhanden ist, sind sie bereit, sich durch erfahrene Einzelpersonen oder Bedienstete der Justizvollzugsanstalt, z. B. Mitgliedern von Fachdiensten oder Seelsorge, anleiten zu lassen, und sind bereit ihre eigene Rolle im Vollzug und im Verhältnis zu den Gefangenen zu klären.

Als Instrumente der Begleitung der Ehrenamtlichen kommen in Betracht:

  • Einzelgespräche / Reflexionen
  • Schulungen / Workshops
  • Supervisionen
  • Erfahrungsaustausch
  • Runder Tisch
  • Treffen der Ehrenamtlichen

Hilfreiche Links

Hilfreiche Links für Ehrenamtliche Betreuer

An dieser Stelle haben Sie die Möglichkeit, sich in den bereit gestellten Internetseiten zur Entlassung eines Häftlings ausführlich zu informieren. Zudem finden Sie interessante Links als Hilfestellung für Ihre Arbeit mit den Gefangenen:

Alkohol und Drogen


Gesundheitsfragen/AIDS


Schuldnerberatung


Entlassungsvorbereitung


Seelsorge im Justizvollzug


Links zu interessanten Organisationen