Informationen

Hier finden Sie Hinweise für die Zeit vor und während der Inhaftierung und die Besonderheiten, die Sie in diesem Zusammenhang beachten müssen. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich am besten direkt an die jeweilige Anstalt.

Angehörige von Inhaftierten
Verurteilte, denen eine Haftstrafe bevorsteht
Personen, die eine Ersatzfreiheitsstrafe antreten müssen
Jugendliche, die zu Jugendarrest verurteilt wurden
Links


Hinweise für Angehörige

Sobald eine Angehörige oder ein Angehöriger von Ihnen in einer brandenburgischen Justizvollzugsanstalt untergebracht ist, gibt es Besonderheiten, die Sie unbedingt beachten müssen. Der Kontakt zu Ihrer oder Ihrem Angehörigen unterliegt den gültigen Festlegungen nach dem Brandeburgischen Justizvollzugsgesetz und den jeweiligen Anstaltsregeln.

Die Gefangenen dürfen regelmäßig Besuch empfangen. Die Gesamtdauer beträgt im Vollzug der Freiheitsstrafe und der Untersuchungshaft mindestens vier, im Vollzug der Jugendstrafe und der Untersuchungshaft an jungen Untersuchungsgefangenen mindestens sechs Stunden im Monat.

Besuch

Für einen Besuch ist vorher jedoch eine Terminvereinbarung erforderlich. Ohne Termin kann kein Besuch stattfinden. Die Besuche sind nach den gültigen Maßgaben zeitlich begrenzt.

Telefonate

Den Gefangenen kann gestattet werden, Telefongespräche zu führen. Die Bestimmungen über den Besuch gelten entsprechend. Eine beabsichtigte Überwachung teilt die Anstalt den Gefangenen rechtzeitig vor Beginn des Telefongesprächs und den Gesprächspartnerinnen oder Gesprächspartnern der Gefangenen unmittelbar nach Herstellung der Verbindung mit. Mobiltelefone sind innerhalb einer Justizvollzugsanstalt nicht erlaubt. Telefonate können nur von den in der Justizvollzugsanstalt fest installierten Telefonen geführt werden.

Briefe

Die Gefangenen haben das Recht, Schreiben abzusenden und zu empfangen. Bitte beachten Sie, dass der Briefumschlag nur Ihren Brief und keine weiteren unerlaubten Einlagen (z.B. Geldscheine) enthält. Die Kosten des Schriftwechsels tragen die Gefangenen. Sind sie dazu nicht in der Lage, kann die Anstalt die Kosten in begründeten Fällen in angemessenem Umfang übernehmen.

Bargeld

Gefangene dürfen innerhalb der Justizvollzugsanstalt grundsätzlich kein Bargeld besitzen. Stattdessen wird für Gefangene ein eigenes Konto bei der Justizvollzugsanstalt angelegt. Von dem Guthaben auf diesem persönlichen Konto können Gefangene z.B. ihren Einkauf bezahlen. Angehörige dürfen zu diesem Zweck über die Anstalt Geld überweisen. Die Zusendung von Bargeld in Briefen oder Paketen ist nicht zulässig.

Bei der Überweisung sind als Verwendungszweck der Name, Vorname, möglichst das Geburtsdatum und (falls bekannt) die Buchnummer Ihrer oder Ihres Angehörigen anzugeben. Ist die Einzahlung für einen bestimmten Zweck gedacht, so geben Sie bitte den Zweck an. Angaben zur Bankverbindung finden Sie auf den Internetseiten der jeweiligen Anstalt.

Einkauf

Gefangene haben die Möglichkeit sich innerhalb der Anstalt über den Einkauf mit Dingen ihres persönlichen Bedarfs zu versorgen. Sie können z.B. Kaffee, Schokolade oder Hygieneartikel darüber beziehen.


Hinweise für Verurteilte, denen eine Haftstrafe bevorsteht

In Brandenburg ist grundsätzlich in allen fünf Justizvollzugsanstalten eine Selbststellung möglich. Das bedeutet, dass die verurteilte Täterin oder der verurteilte Täter dazu aufgefordert wird, sich selbstständig zu einem festgesetzten Termin in einer bestimmten Justizvollzugsanstalt einzufinden.

Bei einer “Selbststellung” gibt es einige Punkte zu beachten. Bitte lesen Sie dafür das passende Merkblatt der jeweiligen Justizvollzugsanstalt aufmerksam durch.

JVA Brandenburg an der Havel
JVA Cottbus-Dissenchen
JVA Luckau-Duben
JVA Neuruppin-Wulkow
JVA Wriezen
Jugendarrest


Vollstreckung einer Ersatzfreiheitsstrafe

Die Vollstreckung einer Ersatzfreiheits­strafe wird dann angedroht, wenn eine verhängte Geldstrafe nicht bezahlt wird. Der Antritt der Ersatzfreiheitsstrafe kann noch abgewendet werden, wenn die Geldstrafe rechtzeitig bezahlt wird.

Können Sie die Geldstrafe nicht bezahlen, so haben Sie die Möglichkeit einen Antrag auf Ratenzahlung oder freie Tätigkeit zu stellen.

Aber auch nach Antritt der Ersatzfreiheitsstrafe besteht noch die Möglichkeit, dass z.B. Familienangehörige oder Bekannte die Geld­strafe bezahlen. Bitte erkundigen Sie sich in diesem Fall bei der Justizvollzugsanstalt nach der Höhe des erforderlichen Betrages. Bei Bareinzahlungen erfragen Sie bitte zuvor die Öffnungszeiten der Zahlstelle der Anstalt.


Was passiert nach einer Verurteilung zum Jugendarrest?

Jugendarrest kann als Freizeitarrest, Kurzarrest oder Dauerarrest angeordnet werden.

Alle Informationen zum Jugendarrest finden Sie auf dieser Seite.


Links

Hilfreiche Links

An dieser Stelle haben Sie die Möglichkeit, sich in den bereit gestellten Internetseiten zur Entlassung eines Häftlings ausführlich zu informieren.


Alkohol und Drogen


Gesundheitsfragen/AIDS


Schuldnerberatung


Entlassungsvorbereitung


Seelsorge im Justizvollzug


Links zu interessanten Organisationen