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Ludwig wirbt für Diskurs mit der Wissenschaft

PotsdamVerbraucherschutzminister unterstreicht Bedeutung des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung für den gesundheitlichen Verbraucherschutz - Bei seinem Besuch des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) hat Verbraucherschutzministerminister Stefan Ludwig die Bedeutung gezielter Forschung und des regelmäßigen Austauschs zwischen Wissenschaft und Politik zur weiteren Verbesserung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes betont: „Die Arbeit des DIfE strahlt von Brandenburg nach ganz Deutschland und sogar weltweit aus. Es stärkt aber nicht nur den Forschungsstandort Potsdam, sondern liefert der Politik auch wichtige Erkenntnisse und Anregungen, wenn es um den Schutz der Gesundheit der Verbraucherinnen und Verbraucher geht. Dieses Potenzial an Wissen wird seit Jahren gut durch den gesundheitlichen Verbraucherschutz genutzt. Deshalb ist es auch künftig wichtig, dass die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung den Dialog mit der Wissenschaft suchen, denn sonst passiert es schnell, dass man den Anschluss verpasst“, betonte Minister Ludwig. Die neuen Forschungsergebnisse zum Zusammenhang von Übergewicht und Diabetes, sollten nach Ansicht von Minister Ludwig verstärkt in die Prävention, Therapie und Ernährungsempfehlungen einfließen. 

Der wissenschaftliche Vorstand des DIfE, Prof. Dr. Tilman Grune, sagte anlässlich des Besuchs von Ludwig: „Wir freuen uns sehr über das Interesse an unserer Forschung, aus der zum Beispiel der DIfE – DEUTSCHER DIABETES-RISIKO-TEST® hervorgegangen ist. Der von uns mithilfe öffentlicher Mittel von Bund, Land und der EU erarbeitete Test ist für jeden Verbraucher frei verfügbar und wird zusammen mit unseren Netzwerkpartnern des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung beständig weiterentwickelt. Der Test informiert nicht nur über ein möglicherweise bestehendes Gesundheitsrisiko, er gibt auch wertvolle Tipps, wie man mit einfachen Mitteln der Volkskrankheit vorbeugen kann. Unsere Forschung trägt damit schon heute dazu bei, den Gesundheitsstatus der Gesamtbevölkerung zu verbessern. Aber auch anderen großen nationalen Herausforderungen wie dem demografischen Wandel gilt es zu begegnen, indem Politik, Forschung, Wissenschaft und Wirtschaft eng zusammenarbeiten. Einen wesentlichen Beitrag hierzu wird das vom DIfE geleitete Verbundprojekt NutriAct – Kompetenzcluster Ernährungsforschung Berlin-Potsdam leisten. Sein Ziel ist es, Ernährungsstrategien zu entwickeln, mit denen Menschen über 50 bis ins hohe Alter fit und gesund bleiben. “ 

 

Hintergrund: 

Die Forschungseinrichtung in Potsdam-Rehbrücke kann auf eine lange Tradition zurück blicken. Bereits 1946 wurde am Standort das Institut für Ernährung und Verpflegungswissenschaft eingerichtet, aus dem 1969 das Zentralinstitut für Ernährung der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin hervorgegangen ist. Am 1. Januar 1992 erfolgte die Neugründung des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke, das ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft ist. Seitdem hat das DIfE weltweit wissenschaftliche Anerkennung erworben. Neue wissenschaftliche Untersuchungen des Instituts belegen zum Beispiel, dass massives Übergewicht einen wesentlichen Risikofaktor für Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Darmkrebs darstellt. Alleine in Deutschland sind schätzungsweise sechs Millionen Menschen von Diabetes betroffen – etwa 70.000 Menschen erkranken jährlich an Darmkrebs. Das DIfE hat dabei Biomarker und Genvarianten identifiziert, die für das Entstehen von Übergewicht und Diabetes eine Rolle spielen. Ebenso hat das Forschungsinstitut Ernährungsmuster ausfindig gemacht, die mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden sind. 

 

Alexander Kitterer
Stv. Pressesprecher