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Verbraucherschutzminister Stefan Ludwig: "Der Tierseuchenbekämpfungsdienst des Landes wird um zwei Tierarztstellen personell verstärkt ".

Auf Einladung des Verbraucherschutzministeriums erörterten Interessenvertreter der Tierhalter, die Jagdverbände sowie Vertreter des Landeswirtschaftsministeriums, wie die Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest verhindert und im Ausbruchsfall effizient bekämpft werden kann.

Minister Ludwig: „Die Verhinderung der Einschleppung und die Früherkennung eines möglichen Falles der Afrikanischen Schweinepest haben höchste Priorität. Um im Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein, werden die notwendigen Bekämpfungsmaßnahmen vorbereitet.“

Entscheidend für eine erfolgreiche Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest ist es, eine Infektion möglichst frühzeitig  zu erkennen. Daher wird über die Durchführung eines Monitoring-Programms zur Früherkennung hinaus seit Anfang des Jahres eine Aufwandsentschädigung für die Probennahme bei tot aufgefundenen Wildschweinen von 30 € pro Tier an Jäger gezahlt.

Gegenstand der Beratung waren auch logistische Fragen angefangen von der Einrichtung von Wildsammelstellen bis hin zum hygienischen Transport und der Entsorgung von Wildschweinkadavern. Mit der Beschaffung von mobilen Wildsammelstellen und Ausrüstungen zum Fallenfang wird zudem die materielle Grundlage der Seuchenbekämpfung erweitert.

Die oberste Jagdbehörde des Landwirtschaftsministeriums informierte über  Maßnahmen zur nachhaltigen Reduzierung der Schwarzwildpopulation vor einem möglichen Seuchenausbruch. So ist ab dem 1. April 2018 eine Prämie für die Erlegung von Schwarzwild  über die Jagdstrecke des Referenzjahres hinaus vorgesehen.

Auch die personellen Voraussetzungen werden verstärkt. Minister Ludwig: „Zur Vorbereitung der erforderlichen Maßnahmen und um im Ausbruchsfall ausreichend gerüstet zu sein, wird der Tierseuchenbekämpfungsdienst des Landes um zwei Tierarztstellen personell verstärkt.“

Alle Teilnehmer stimmten darin überein, dass die Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen die wichtigste vorbeugende Maßnahme zum Schutz der Schweinebestände vor der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest darstellt. Minister Ludwig: „Es ist unser aller Anliegen die Tierbestände wirksam zu schützen und damit die wirtschaftlichen Folgen im Ausbruchsfall für die Landwirtschaft so gering wie möglich zu halten.“


Dr. Uwe Krink
Pressesprecher