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Minister Ludwig besucht am Weltverbrauchertag das Landeslabor Berlin-Brandenburg

„Das Landeslabor Berlin-Brandenburg (LLBB) leistet einen entscheidenden
Beitrag zur Lebensmittelsicherheit in Brandenburg. Deswegen nutze ich den heutigen Weltverbrauchertag, um auf die Leistungen des Landeslabors für unsere brandenburgischen Verbraucherinnen und Verbraucher aufmerksam zu machen“, betonte Verbraucherschutzminister Stefan Ludwig.

Als wichtiger Partner der beiden Trägerländer Berlin und Brandenburg versteht sich das LLBB als der zentrale Dienstleister für Laboruntersuchungen im Auftrag der Landesverwaltungen. Minister Ludwig betont: „Das Land Brandenburg kann sich auf die Kompetenz und Leistungsfähigkeit des LLBB verlassen. Mit meinem heutigen Besuch verbinde ich auch die Wertschätzung für die Zuverlässigkeit und Solidität bei der Aufgabenerfüllung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LLBB.“  

Am Dienstsitz in Berlin sind das vor allem Untersuchungen im Bereich Lebensmittel und Arzneimittel, am Standort in Frankfurt (Oder) Untersuchungen im Bereich Veterinärwesen, Umwelt und Strahlenschutz. Als Spezialgebiet werden hier übergreifend Untersuchungen auf Schadstoffe, Tierarzneimittel und andere unerwünschte Stoffe in Lebensmitteln durchgeführt. Im vergangenen Jahr wurden im LLBB die Abklärungsuntersuchungen von Verdachtsproben – Hühnereier auf eine eventuelle Kontamination mit dem Wirkstoff „Fipronil“ - durchgeführt. Aufgrund der hohen Kompetenz der Mitarbeiter und der Leistungsfähigkeit des LLBB wurden in kurzer Zeit ca. 60 Proben an Eiern und eihaltigen Lebensmitteln analysiert. Es konnte damit sichergestellt werden, dass eine Belastung der Verbraucherinnen und Verbraucher des Landes Brandenburg mit dieser Verunreinigung vermieden wurde.

Die Diagnostik von Tierseuchen und anderen infektiösen Tierkrankheiten zählt zu den zentralen Aufgaben des Landeslabors. Hierbei ist neben Nachweisverfahren von Krankheitserregern, die auf den Menschen übertragbar sind (Zoonoseerreger), auch die Diagnostik von Erregern anzeige- und meldepflichtiger Erkrankungen von Tieren etabliert. Diese werden im Rahmen von landes- und bundesweiten Monitoring-Programmen zur Früherkennung und Kontrolle im Rahmen der Tierseuchenbekämpfung untersucht. Darüber hinaus werden Proben kranker oder verendeter Haus- und Wildtiere zur Abklärung der Krankheits- oder Todesursache auf ein breites Erregerspektrum untersucht.

„Für eine effiziente Bekämpfung von Tierseuchen ist es entscheidend, schnell und zuverlässig zu wissen, wo die Seuche ausgebrochen ist und wo ein Verdacht entkräftet werden kann. Nur dies ermöglicht ein unverzügliches Handeln der Veterinärbehörden.“, so Ludwig.

Gegenwärtig sind im LLBB ca. 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Pro Jahr werden u.a. ca. 30.000 Lebensmittel- und Bedarfsgegenstände sowie rd. 720.000 veterinärdiagnostische Proben analysiert. Die Probenbearbeitungszeiten konnten in den letzten Jahren deutlich verringert werden. Im Rahmen der Daseinsvorsorge werden durch das Land Brandenburg anteilig ca. 26 Mio. Euro für Untersuchungsleistungen finanziert. Mit wichtigen Investitionen in die LLBB-Liegenschaften in Berlin und Brandenburg wird die Basis für die weitere Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit des LLBB für Untersuchungen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben sichergestellt. „Brandenburg steht zu seinen Finanzierungsverpflichtungen gegenüber dem Landeslabor Berlin-Brandenburg“, so der Minister.

Dr. Uwe Krink

Pressesprecher