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Verbraucherschutzministerium veröffentlicht Untersuchung zu Kindersicherheit bei Verpackungen

Wie sicher sind Verschlüsse für Kinder?

Diese Frage haben sich die Gefahrstoffüberwacherinnen und Gefahrstoffüberwacher des Landes Brandenburg gestellt. Die Ergebnisse dieser Überwachungsaktion können Sie im Internet des Ministeriums der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz ausgehend von der Seite „Verbraucherschutz“ unter folgendem Link mit der Überschrift „Chemikaliensicherheit“ einsehen: https://mdjev.brandenburg.de/verbraucherschutz/chemikaliensicherheit.html; klicken Sie dazu in der Kategorie „Verbraucherinformationen“ die „Gefahrstoffrechtliche Überwachung zum Schutz des Verbrauchers“ an.

Die Kontrollen wurden bei 124 Einzel- und Großhändlern sowie 2 Herstellern im Land durchgeführt. Es wurde zunächst die Einstufung der Produkte nach ihrem Gefahrenpotenzial überprüft. Anschließend konnte ermittelt werden, ob sich hieraus eine Verpflichtung für eine kindersichere Verpackung ergab.

Die gute Nachricht ist, dass die Mehrzahl der kontrollierten Produkte nicht zu beanstanden war. Die schlechte Nachricht: Von den 92 beanstandeten Produkten hatten die meisten, nämlich 73, gar keine Kindersicherung, bei den verbleibenden 19 Produkten funktionierte sie aus unterschiedlichen Gründen nicht. Betroffen waren alle üblichen Verschlussmodelle.

Aufgrund fehlerhafter Einstufung des Gefahrenpotenzials waren besonders häufig Holzpflegeöle, in Tuben verpackte Klebstoffe und Lötprodukte sowie Sprühflaschen mit Fleck- und Kalklösern zu beanstanden. Bei den Sprühflaschen war zwar mitunter  der Sprühhebel gesichert, jedoch konnte der ganze Sprühkopf einfach abgeschraubt und so die Flasche geöffnet werden.

Der Kontakt mit solchen Stoffen führt immer wieder zu unterschiedlich schweren Unfällen bis hin zu Todesfällen, z.B. wenn Kinder bunte Lampenöle mit Limonade verwechseln und trinken. Die Giftnotrufzentralen sind in solchen Fällen oft die einzige kompetente Hilfe, die schnell genug Auskunft erteilen kann (Giftnotrufzent-rale Berlin/Brandenburg +49 30 19240).

Dr. Uwe Krink
Pressesprecher