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Europastaatssekretärin Quart: „Brandenburg fordert die Fortsetzung einer starken EU-Kohäsionspolitik für alle Regionen“

Europastaatssekretärin Anne Quart hat in Hannover an der bundesweiten Auftaktveranstaltung zur EU-Kampagne „Europa in meiner Region“ teilgenommen. Durch die Kampagne sollen die Bürger mehr über EU-finanzierte Projekte in ihrer Nähe erfahren. Quart hob die besonderen Chancen hervor, die sich kreativen und innovativen Menschen und Ideen durch die EU-Förderung bieten.

 

Der Auftakt zu „Europa in meiner Region“ in Deutschland fand in diesem Jahr zum zweiten Mal unter der Schirmherrschaft der Europaministerkonferenz statt. Im Rahmen einer festlichen Showveranstaltung stellten sich EFRE- und ESF-geförderte Projekte aus den deutschen Bundesländern einer hochkarätig besetzten Jury aus Politik und Gesellschaft, in welcher auch Europastaatssekretärin Quart vertreten war. Die Veranstaltung stand auch im Zeichen der Vorschläge der EU-Kommission für einen neuen Mehrjährigen Finanzrahmen der EU nach 2020. Die deutschen Bundesländer fürchten empfindliche Mittelkürzungen im Bereich der EU-Kohäsionspolitik.  

Europastaatssekretärin Quart: „Wir haben heute beeindruckende EU-geförderte Projekte aus den deutschen Bundesländern gesehen. EFRE und ESF wirken in den verschiedensten Bereichen direkt in den Regionen, sei es in der Innovations- und Technologieförderung, der Bildung und Ausbildung, der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und Armut, der CO2-Reduzierung, dem Umgang mit dem demografischen Wandel, der Stadtentwicklung oder der Kulturförderung. Die Kohäsionspolitik macht durch diese Förderprojekte Europa sichtbar für die Menschen vor Ort. Sie muss daher auch im EU-Haushalt nach 2020 eine hervorgehobene Rolle einnehmen und weiterhin für alle europäischen Regionen gelten.“

Quart trat im Rahmen der Veranstaltung als Patin für das brandenburgische Gründungsprojekt MyMolo auf. Das Start-up Unternehmen hatte mit Unterstützung aus brandenburgischen ESF- und EFRE-Mitteln ein mobiles Hotelzimmer entwickelt, das durch eine innovative Falttechnik aus- und zusammengefaltet werden und dadurch platzsparend transportiert werden kann. Die sogenannten Mobile Lodges („Molos“) kommen mittlerweile europaweit auf mehrtägigen Großveranstaltungen zum Einsatz.

Europastaatsekretärin Quart: „Für mich ist MyMolo ein tolles Beispiel dafür, wie die EU-Fonds kreativen und innovativen Menschen und Ideen zu Erfolg verhelfen. Außerdem zeigt das Projekt, dass EU-Förderung nicht kompliziert sein muss: Die Förderung hat hier recht unbürokratisch geklappt, auch wenn im Gründungsprozess sogar zwei verschiedene Fonds involviert waren.“

Quart würdigte zudem das besondere soziale Engagement des Start-up Unternehmens: In den vergangenen beiden Wintern hätte MyMolo in einem gemeinsamen Projekt mit der Kältehilfe mehrere ihrer Hütten als kostenlose Unterkünfte für Obdachlose zur Verfügung gestellt. Auch das sei ein Beitrag zum sozialen Zusammenhalt in Europa und gebe ihr das Gefühl, dass die brandenburgischen ESF- und EFRE-Mittel goldrichtig angelegt würden.

Dr. Uwe Krink

Pressesprecher