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Europastaatssekretärin Quart ehrt Brandenburgerinnen und Brandenburger mit Europaurkunde

Potsdam – Europastaatssekretärin Anne Quart hat heute in Potsdam neun Brandenburgerinnen und Brandenburger für ihr europäisches Engagement ausgezeichnet.

Europastaatssekretärin Anne Quart: „Wir verleihen die Europaurkunden traditionell jedes Jahr an Brandenburgerinnen und Brandenburger, die durch ihre Tätigkeiten in Kommunen die europäische Idee durch vielfältige Projekte für alle Menschen erlebbar machen. Je mehr Europa vor der eigenen Haustür ankommt, desto eher beschäftigen sich die Menschen mit den europäischen Themen. Es gibt aber auch die andere – die oberflächliche Seite. Europafeindlichem Populismus müssen wir alle gemeinsam die Stirn bieten. Europa ist eine Erfolgsgeschichte für Brandenburg.“

Liste der Preisträgerinnen und Preisträger mit Begründung

1. Herr Peter Dudyka aus Wandlitz, Diakon, Jg. 1956

-   Herr Dudyka hat im Jahr 2013 die Willkommensinitiative in Wandlitz im 
    Zuge der Etablierung des Flüchtlingsheimes mit aufgebaut und leitet sie.

-   Unterstützung der KV Barnim und Werbung um Verständnis und 
    Toleranz bei zahlreichen Einwohnerversammlungen.

-   Er arbeitet mit viel Engagement neue Ehrenamtler in die Tätigkeit des 
    „Runden Tisches“ in Wandlitz ein.

-   Engagierter Pate für andere Institutionen

-   Baut über die Kirchenverbände Brücken

-   Entwickelt Projekte in Deutschland und anderen Ländern zur Integration 
    von Menschen.

2.  Otto-Seeger Grundschule Rathenow-West, Stellvertretend für die
     Schule: Herr Ralf Stieger, Schulleiter

-    Seit 2002 Schulpartnerschaft mit polnischer Grundschule in 
     Szczytno/Masuren (Szkola Podstawowa Nr. 6).

-    Jährliche Treffen von Lehrern und Schülern der 5. und 6. Klassen im
     Wechsel in Rathenow bzw. Szczytno für eine Woche.

-    Unterbringung in Feriencamps und Gastfamilien

-    Umfangreiches, projektorientiertes Programm, welches die kulturellen 
     und landschaftlichen Besonderheiten der Heimatregion berücksichtigt.

-    Seit 2002 jährlich jeweils ein dreitägiges Vorbereitungstreffen der 
     Lehrerdelegationen (4-6 Lehrer) im Oktober und eine einwöchige 
     Schülerbegegnung mit 20 polnischen und 20 deutschen Kindern.

-    Seit 16 Jahren lernen sich jedes Jahr bis zu 40 Grundschüler aus zwei
     verschiedenen Ländern kennen.

-    Hoher Verwaltungsaufwand bei der Antragstellung und Abrechnung,
     sprachlichen Hürden und 800-km-Entfernung.

3.  Frau Maike Bagola aus Cottbus OT Groß Gaglow, Jg. 1962

-    alljährlich: Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltungen zur
     Europawoche an der Reinhard-Lakomy-Grundschule seit 2010 (durch die
     frühere Anstellung an anderen Schulen auch dort Projektkoordinatorin
     „Europawoche“ seit vielen Jahren)

-    seit 2010: Pflege der Schulpartnerschaft inkl. Treffen von Schülern und
     Lehrern mit der 4. Grundschule „Kornela Makuszyńskiego“ in Strzegom
     (PL)

-    derzeit: Pflege der Schulpartnerschaften zu Italien, Zypern, Finnland, 
     Vereinigtes Königreich Großbritannien

-    Projektkoordinatorin für Sprachreisen nach Polen

-    Projektkoordinatorin des Comenius-Projektes „Europäisch durch das 
     Jahr - eine Erlebnisreise“ von 2012-2014

-    Projektkoordinatorin des Erasmus+-Projektes „The joy of sports and 
     healthy living“ von 2015-2017

     Projektkoordinatorin eines neuen Erasmus+-Projektes ab dem Schuljahr
     2018/19

4.  UNITHEA Initiative von Studierenden der Europa-Universität Viadrina, für das Organisationsteam: Philipp Murawski, Adrianna Rosa, Luiza Smandzich, Ludmila Zakrzewska, Arina Lea Popa

-    Das studentische Projekt „Unithea“ gibt es seit 20 Jahren. 
     Entstanden ist es im Rahmen des Uni-Seminars Kulturmanagement.
     Jedes Jahr übernimmt aus diesem Seminar heraus eine neue Gruppe
     Studierender die Organisation des Kulturfestivals „Unithea“, das immer
     im Juni vier bis fünf Tage lang weit über die Universität hinaus
     Bewohner, Besucher und Einrichtungen beider Seiten einbezieht und
     begeistert.

-   „Unithea“ und die jeweils verantwortlichen Studierenden zeichnen sich
     durch ein hohes ehrenamtliches Engagement aus, das weit über die
     Anforderungen des Studiums hinausgeht. Die Studierenden entwickeln  
     selbstständig das Programm, engagieren Künstler und werben 
     Sponsorengelder ein. Das Ergebnis ist seit vielen Jahren ein 
     hochklassiges, interaktives, deutsch-polnisches Festival, das in hohem 
     Maße das Image von Frankfurt & Slubice als lebendige, weltoffene 
     Europäische Doppelstadt unterstreicht.

5.  Frau Kathleen Conrad, Rechtsanwalts- und 
     Notariatsfachangestellte, Jg. 1967

-    Ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit in Prenzlau. Sie begleitet Flüchtlinge zu 
     Behörden und Einrichtungen und steht ihnen mit Rat und Tat bei der
     Bewältigung des Alltages in Deutschland zur Seite.

-    Frau Conrad engagiert sich im besonderen Maße ehrenamtlich für 
     hilfebedürftige Flüchtlinge in Prenzlau: Frau Conrad begleitet sie zu
     Behördengängen, wie z.B. zur Ausländerbehörde, zum
     Einwohnermeldeamt. Sie hilft ihnen bei der Suche nach einer eigenen
     Wohnung. 

-    Weiterhin unterstützt sie deren berufliche Qualifizierung, die 
     Ausbildungs- und Studienaufnahme und hilft bei der Jobsuche. Bei der 
     Beantragung eines Kitaplatzes steht sie helfend zur Seite.

-    Das ehrenamtliche Engagement von Frau Conrad trug mit dazu bei, dass
     diese Flüchtlinge sich gut in Prenzlau integriert haben und weiter 
     integrieren werden und können. 

6.  Frau Hella Meyer-König, Rentnerin

-    Leitung der Initiative „Willkommen in KW“

-    Flüchtlings- und Integrationsarbeit

-    Initiative „Willkommen in KW“, Malworkshops, Deutschunterricht,
     Sprechcafe, Patenschaften

-    Mit Malworkshops will die Künstlerin Hella Meyer-König einen Beitrag zur
     Integration leisten. Bisher fanden zwei Malkurse mit 32 Teilnehmern 
     statt.

-    Ziel ist es, künstlerisches Potential vorwiegend unter den 
     minderjährigen Geflüchteten, aber auch den Erwachsenen zu fördern
     und dabei helfen, Ängste abzubauen.

-    Ehrenamtlicher Deutschunterricht für Geflüchtete, insbesondere für 
     Frauen

-    Patenschaftliche Begleitung von Geflüchteten zu Ämtern, Behörden, bei
     der Jobsuche und der Wohnungssuche

-    Langjähriges und konstantes Engagement

-    Hohe Verlässlichkeit

-    Das Auftreten von Frau Meyer-König wird beschrieben als: leise und 
     bescheiden, aber konsequent, beharrlich und immer sachlich.

7.  Frau Monika Nowotny, Friseur-Meisterin, Jg. 1951

-    Beteiligung an verschiedenen Projekten innerhalb der EU

-    Beteiligung am EU-Projekt der Deutsch-Baltischen Handelskammer in
     Riga zu den Themen ECVET (Europäisches Leistungspunktesystem für
     die Berufliche Bildung) und Auslandspraktika für Azubis aus dem 
     Baltikum.

-    Frau Nowotny ist Inhaberin eines Friseursalons „Hair Team“ mit 5
     Angestellten. Sie zeichnet sich durch ihren offenen, warmherzigen und
     engagierten Charakter aus. Sie beteiligt sich regelmäßig an beruflichen
     Austauschprogrammen innerhalb der EU und bringt sich hierbei,
     aufgrund ihrer Qualifikation als Meisterin und Ausbilderin, mit ihrem
     Wissen in die Umsetzung der dualen Berufsausbildung ein.

-    Unterstützung von Auszubildenden aus dem In- und Ausland

-    Frau Nowotny steht mit ihrem Einsatz und ihrer Einstellung als Beispiel 
     für das ehrenamtliche Engagement im Zusammenhang mit der
     europäischen Integration.

8.  Frau Wiktoria Zerbst, Schülerin (12. Klasse), Jg. 1999

-    Seit der 7. Klasse (2012) in Cottbus und Zielona Gora

-    Häufige und sehr aktive Teilnahme an deutsch-polnischen
     Schüleraustauschen.

-    Dolmetschertätigkeit für Schüler und Lehrer bei Partneraustauschen und
     bei offiziellen Veranstaltungen, z. B. mit dem Stadtpräsidenten Zielona
     Gora, Betreuung der polnischen Gäste

-    Sehr aktives Mitglied des Schule-ohne-Rassismus-Teams – stellv. 
     Vorsitzende

-    Engagierte Persönlichkeit, offen und tolerant, hohe Einsatzbereitschaft,
     zeichnet sich durch Selbstbewusstsein in Verbindung mit Bescheidenheit
     im Auftreten aus.

9.  Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark, vertreten durch
     die Vorsitzende Frau Dr. Sibylle Badstübner-Gröger, Jg. 1935

-    Der Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark arbeitet seit 1992
     unter dem Dach der Deutschen Gesellschaft e.V..

-    Mit seinen knapp 500 Mitgliedern möchte er das Bewusstsein in der
     Bevölkerung für Schlösser, Herrenhäuser, Guts- und Parkanlagen
     beiderseits der Oder schärfen und deren Bedeutung als Teil der Kultur
     und der Geschichte der Region stärken.

-    Wertvoller Beitrag zum Erhalt der Denkmal-Landschaft in Brandenburg 
     und Polen

-    Zu den ganz besonderen Projekten des Freundeskreises gehören die
     Schlösser in der Neumark in Polen. Gemeinsam mit polnischen
     Kolleginnen und Kollegen im Arbeitskreis deutscher und polnischer
     Kunsthistoriker und Denkmalpfleger hat der Freundeskreis bereits 20
     zweisprachige Publikationen über Schlösser und Gärten der Neumark
     herausgegeben. Mit Hilfe der Aktivitäten des Freundeskreises haben
     viele dieser Bau- und Gartendenkmale eine neue Nutzung erfahren.

Dr. Uwe Krink

Pressesprecher