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Gemeinsame Pressemitteilung: Europaminister Stefan Ludwig: Vernetzungstreffen ist ein starkes Signal für die deutsch-polnische Zusammenarbeit

Bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit unserem Nachbarland Polen gibt es neben einem engen Geflecht von Kooperationsbeziehungen auf politischer und administrativer Ebene eine noch viel dichtere Zusammenarbeit auf gesellschaftlicher und kultureller Ebene. Die beeindruckende Zahl von 137 Anmeldungen aus Brandenburg wird in der Staatskanzlei und im Europaministerium für eine Veranstaltung registriert, die das Ziel hat, die brandenburgischen Akteure der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu vernetzen. Das Vernetzungstreffen dient dazu die Interessen zu sehen, zu konzentrieren und Schwerpunkte für weitere Runden zu finden. Das Treffen fand heute in der Staatskanzlei in Potsdam statt. 

Minister Stefan Ludwig: „Über 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dem heutigen Treffen dokumentieren den Willen der Brandenburgerinnen und Brandenburger zur intensiven Zusammenarbeit mit unseren polnischen Nachbarn. Das zeigt, wie stark sich das Netzwerk der Beziehungen zwischen Brandenburg und Polen auf nicht-staatlicher Ebene entwickelt hat. Diese Beziehungen bilden eine gute Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit mit Polen und insbesondere mit unseren Partnerwoiwodschaften. Die Landesregierung hat damit neben dem politischen Auftrag, den Beziehungen zu Polen eine besondere Rolle zu geben, auch eine große Verantwortung übernommen. Es geht darum, den verschiedenen Akteuren der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit gute Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die vielen Kooperationen gestärkt werden.“ 

Staatssekretär Thomas Kralinski betonte in seiner Begrüßungsansprache, stabile Beziehungen und eine konstruktive, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Polen seien für Brandenburg überaus bedeutsam. „Grenzüberschreitende zivilgesellschaftliche Kontakte spielen dabei eine besondere Rolle, sie sind wichtige Lebensadern unserer Freundschaft. Deshalb freut mich das große Interesse an unserem heutigen Treffen. Unser Treffen macht sichtbar, wie viele Berührungspunkte es zwischen Brandenburg und Polen bereits gibt. Ob die Europa-Universität Viadrina, die Naturwacht Brandenburg, die deutsch-polnische Seniorenakademie oder Vereine wie die Europäische Route der Backsteingotik – sie alle haben gute Beziehungen zu unseren polnischen Nachbarn geknüpft und verfügen über wertvolle Erfahrungen in der Zusammenarbeit. 

Die von beiden Seiten hochgeschätzte Normalität unserer Beziehungen ist aber kein Selbstläufer. Wir müssen weiter in die grenzüberschreitende Zusammenarbeit investieren und das große Potential in Zukunft noch besser nutzen. Das heutige Treffen kann nur ein erstes Kennenlernen sei. Wir werden unseren Austausch fortsetzen, um wichtige Aspekte wie finanzielle Fördermöglichkeiten zu vertiefen.“ 

Die Veranstaltung ist der Beginn eines strukturierten Dialogs mit der Zivilgesellschaft als besonderem Anliegen der Landesregierung, weitere Veranstaltungen werden folgen. 

Hintergrund:

Die Beziehungen zu Polen stehen kraft Verfassungsauftrag, nachbarschaftlicher Lage, Tradition und gemeinsamer Interessenlagen im Zentrum der Außenkontakte und der Internationalisierungsstrategie des Landes. Die Zusammenarbeit mit den polnischen Partnerwojewodschaften und der Zentralregierung ist ein zentrales Anliegen der Landespolitik. 

Die Landesregierung möchte die Zusammenarbeit mit Organisationen der Zivilgesellschaft vertiefen. Deshalb laden die brandenburgische Staatskanzlei und das Europaministerium für den 1. Oktober 2018 zu einem ersten Vernetzungstreffen der brandenburgischen Akteure der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Polen ein. Das Treffen neben soll der Vernetzung der Akteure der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit auch dazu dienen, sich einen Überblick zu Möglichkeiten und Potentialen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu verschaffen sowie eine erste Ausrichtung der weiteren Aktivitäten in diesem Kreis zu finden. 

Es wurden über einhundert Vereine, Verbände, Stiftungen und andere Akteure vor allem aus dem nicht-staatlichen Bereich identifiziert. Die Einladung erfolgte Anfang September 2018. Bis zum 24. September 2018 (Anmeldeschluss) lagen 137 Anmeldungen vor. Das übertrifft die Erwartungen bei Weitem. Die Teilnehmer*innen werden in fünf Arbeitsgruppen diskutieren: Kulturerbe, Museen, Geschichte, Theater, Kunst; Regional- und Wirtschaftsentwicklung, Tourismus; Sport/Gesundheit; Bildung; Wissenschaft und Forschung.