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Europaminister Stefan Ludwig: „Europa macht gemeinsame jüdische Kultur über die Grenzregion hinaus sichtbar.“

Der gemeinsame Begleitausschuss  INTERREG V A Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Polen hat die Projektauswahl für zwei abgeschlossene Projektaufrufe im Bereich Kultur und Natur vorgenommen. Bei einem Gesamtbudget von ca.13,2 Mio. € entfielen ca. 3,8 Mio. € auf brandenburgische Projektträger. 

„Ich freue mich, dass INTERREG mit seiner Projektauswahl ein aktuelles Zeichen für Weltoffenheit und kulturelle Verständigung gesetzt hat. In der gemeinsamen Grenzregion kann sich so neben der wachsenden Selbstfindung auch geschichtliche Identität herausbilden“ – konstatiert Europaminister Stefan Ludwig.

„Es ist mir wichtig, dass mit der Projektauswahl den Menschen vor Ort, aber auch Besuchern der Region, die Möglichkeit gegeben wird, jüdisches Leben heute und in seiner Tradition wahrzunehmen. Europa leistet hier einen guten Beitrag, um die Vielfalt der europäischen Identitäten für alle erkennbar zu machen“, so Ludwig.

Mit dem Museumsnetzwerkprojekt der Stadt Schwedt/O. und seinen insgesamt zwölf Projektpartnern, darunter auf polnischer Seite die Universität Szczecin, kann mithilfe der Projektförderung regionaler Identität erlebbar gemacht werden. Das Projektbudget ist mit ca. 980 T € angesetzt, davon entfallen ca. 480 T € an die Stadt Schwedt. Weltoffenheit und kulturelles Erbe stehen bei der Restauration der jüdischen Synagoge in Schwedt/Oder im Mittelpunkt.

Ferner wurde das Projekt „Kulturelles- und Naturerbe Region Mittlere Oder“ der Projektpartner Gemeinde Dębno  und der EJF gAG, Landhof Liepe (Landkreis Barnim), für eine Förderung ausgewählt. Die beiden Projektpartner aus Liepe und Dębno arbeiten schon seit über einem Jahrzehnt erfolgreich zusammen. Ziel des Gesamtprojektes ist es, ein deutsch-polnisches grenzübergreifendes Zentrum für Natur- und Kulturerbe der Erlebnisregion Mittleres Odertal mit Standorten in Liepe und Dębno zu schaffen.

Am Standort in Liepe soll eine vorhandene alte Bauernscheune restauriert und einer erlebnisbasierten musealen Nutzung zugeführt werden. Aufseiten des Standortes Liepe entfällt davon ca. 1 Mio. €.

Weiterhin hat der Begleitausschuss zwei weitere Projekte mit brandenburgischer Beteiligung für eine Förderung ausgewählt: Im spezifischen Ziel Biodiversität wurde ein trilaterales, also ein Projekt mit der Beteiligung Brandenburgs, Mecklenburg-Vorpommerns und Polens ausgewählt – Projektbudget ca. 900 T €. Schließlich konnte der Begleitausschuss für das Amt Gartz und seinen polnischen Partner, die Gemeinde Kolbaskowo, ein Radwegeprojekt zum Lückenschluss zwischen Nationalpark Unteres Odertal und dem Oder-Neiße-Radweg mit einem Gesamtbudget in Höhe von ca. 1,6 Mio. € bestätigen.

Weitere Informationen: https://interreg5a.info/de/

Dr. Uwe Krink
Pressesprecher