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Landestierschutzbeauftragter Dr. Stefan Heidrich zieht Bilanz

Am heutigen Montag zogen Verbraucherschutzminister Stefan Ludwig und der erste hauptamtliche Landestierschutzbeauftragte Brandenburgs, Dr. Stefan Heidrich, eine Bilanz der bisherigen Arbeit und gaben einen Ausblick auf anstehende Aufgaben.

Dr. Heidrich leitet seit 2017 eine Geschäftsstelle, die als selbstständige Organisationseinheit im Ministerium angesiedelt ist. Seine Aufgabe ist es, Bürger, Tierschützer, Tierhalter und Behörden zu beraten.

In seiner Begrüßung erklärte Minister Ludwig: „Der Tierschutz ist mir und dem Land Brandenburg ein großes Anliegen. Das Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz nimmt mit seinem Referat für Tierschutz die allgemeinen und grundsätzlichen Angelegenheiten des Tierschutzes wahr. Es führt die Vollzugssteuerung und Fachaufsicht über das nachgeordnete Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) mit dem Dezernat für Tiergesundheit, Tierarzneimittel und Tierschutz, sowie über die Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter des Landes Brandenburg durch.“

Und weiter sagte er: „Mit dem Tierschutzbeauftragten hat der Landtag eine Stelle geschaffen, deren Inhaber selbstständig und unabhängig agiert und die Landesregierung, das für den Tierschutz zuständige Ministerium und die nachgeordneten Behörden in Fragen des Tierschutzes und des Tierwohls berät.“

Der Tierschutzbeauftragte, Dr. Stefan Heidrich, berichtete anschließend über verschiedene Aspekte seiner Tätigkeit.

Eine wesentliche Aufgabe seiner Tätigkeit war es, die Erarbeitung und Umsetzung des Tierschutzplanes zu unterstützen. Dazu sagte er: „Ich begrüße grundsätzlich das vom MLUL und MdJEV vorgelegte Konzept. Der Umfang des Papiers spiegelt eine intensive Auseinandersetzung zwischen den beteiligten Interessengruppen wider.“ Und weiter führte er aus: „Einen großen Erfolg sehe ich in der bevorstehenden Einrichtung eines unabhängigen Tierschutzberatungsdienstes als eine Landeseinrichtung, die Landwirten in Tierschutzfragen zur Verfügung stehen soll. Damit wird auch der Ausbau von tiergerechteren Haltungssystemen unterstützt.“

Weiter berichtete er über verschiedene Veranstaltungen. Themen waren der Umgang mit kranken und verletzten Schweinen und Möglichkeiten zur Nottötung sowie die Gefahren bei der teils illegalen Einfuhr von Hunden und Katzen aus dem Ausland. Gemeinsam mit der Polizeidirektion West des Landes Brandenburg veranstaltete er eine mehrtägige Informationsveranstaltung zum Tiertransport für Polizei und Amtsveterinäre inklusive einer Tiertransportkontrolle auf der Bundesautobahn.

Die Stabsstelle des LTSB organisierte in 2019 bereits, analog zu 2018, nun für die noch verbliebenen Polizeidirektionen Nord und Süd des Landes Brandenburg und die zugehörigen Veterinärämter jeweils zweitägige Informationsveranstaltungen zum Tierschutz beim Tiertransport. 

In seiner Aussicht für 2019 hob er hervor, dass einmal im Monat eine Bürgersprechstunde stattfinden wird. Diese soll in der Regel jeweils am dritten Donnerstag im Monat zwischen 13 und 16 Uhr Tierschutzinteressierten einen direkten Austausch mit dem LTSB ermöglichen.

Weiterhin wird Dr. Heidrich die Gespräche mit der Fa. eBay Kleinanzeigen als Marktführer im Internethandel mit Haustieren und Haustierbedarf fortsetzen, mit dem Ziel, die Situation für die über Internetbörsen gehandelten Haustiere deutlich zu verbessern und den illegalen Welpenhandel einzudämmen. Es gilt zu klären, ob bereits freiwillige Vereinbarungen oder letztendlich nur neue gesetzliche Regelungen Abhilfe schaffen können.

Geplant ist zudem eine gemeinsame Fortbildungsveranstaltung mit den Tierärzten im öffentlichen Dienst des Landes Brandenburg zum Thema Tierschutz vor Gericht. Weiterhin sagte Dr. Heidrich: „Natürlich werde ich mich weiterhin bei der Umsetzung des Tierschutzplanes des Landes Brandenburg einbringen und dem Beirat und den einzelnen Arbeitsgruppen Schwein, Legehennen, Masthühner, Pute, Rind, Pferd und Antibiotikaeinsatz/Umweltwirkung beratend zur Verfügung stehen. Dies besonders dadurch, dass ich Landwirtschaftsunternehmen modellhaft für Tierschutz und Tierwohl gewinne.“

In seinem Schlusswort betonte der Minister Ludwig: „Mit Dr. Heidrich und dessen Expertise ist es gelungen, die notwendigen Kriterien für den Tierschutz bei den Akteuren und Konsumenten transparenter zu machen und erste Schritte bei deren Umsetzung zu gehen. Die Stelle des Tierschutzbeauftragten hat sich bewährt.“

Dr. Uwe Krink

Pressesprecher