Pressemitteilungen


Aktuelle Pressemitteilungen

Europaminister Stefan Ludwig eröffnet Ausstellung „15 Jahre Polen in der Europäischen Union“ im Potsdamer Bildungsforum

Der brandenburgische Europaminister Stefan Ludwig eröffnet am 2.Juli 2019 die Ausstellung mit einem Überblick zum historischen Europabezug Polens, dem politischen Wandel in den 1980er Jahren und zum Weg Polens in die EU. Der Schwerpunkt liegt bei der Darstellung der positiven Effekte der EU-Mitgliedschaft für Polen in allen Bereichen.

Minister Ludwig: „Polinnen und Polen schufen in den 1980er Jahren mit ihren Freiheitsbestrebungen auch die Voraussetzung auch für den Systemwechsel in der DDR und die anschließende deutsche Wiedervereinigung. Sie haben somit bereits zu dieser Zeit auch die Geschicke Brandenburgs deutlich geprägt. Heute erleben wir in fast allen Lebensbereichen die Bereicherung, die durch die Öffnung der Grenzen und die nachbarschaftlichen Beziehungen erfolgt ist. 

Hintergrund

Seit den 1990er-Jahren wurde die „neue“ Nachbarschaft mit Leben gefüllt, die Beziehungen zu Polen haben sich seitdem sehr positiv entwickelt: 

  • Polen ist seit 2017 durchgängig der wichtigste Handelspartner Brandenburgs, die Ein- und Ausfuhren haben sich seit 2004 mehr als verdoppelt;
  • Brandenburg hat Partnerschaftsabkommen mit einigen, vor allem westpolnischen Woiwodschaften abgeschlossen;
  • wir zählen mehr als 80 kommunale Partnerschaften sowie über 220 Schulpartnerschaften;
  • Polnische Familien siedeln sich in der Uckermark an und retten so Kitas und Schulen vor der Schließung;
  • Begegnungen zwischen Brandenburgerinnen und Brandenburger und Polinnen und Polen sind vielfältig und alltäglich geworden. 

Eine wichtige Voraussetzung für eine effektive und nachhaltige Entwicklung nachbarschaftlichen Zusammenarbeit in der Grenzregion war schon Anfang der 1990er Jahre die Schaffung von europäischen Instrumenten zur finanziellen Forderung von grenzüberschreitenden Projekten: INTERREG A auf der deutschen sowie das PHARE-Programm auf polnischer Seite, dann ab 2004 INTERREG A auf beiden Seiten. 

Die Klammer im deutsch-polnischen Grenzraum liefert das „Gemeinsame Zukunftskonzept für den deutsch-polnischen Verflechtungsraum – Vision 2030“. Es beschreibt Perspektiven für die Entwicklung bis 2030 entlang von Oder und Neiße. Das Gemeinsame Zukunftskonzept rückt die Regionen an der deutsch-polnischen Grenze in das Zentrum eines Verflechtungsraums mit großem Potenzial. Die Ausstellung wurde durch das Auswärtige Amt der Republik Polen zusammen mit der Natolin-Stiftung erarbeitet. 

Dr. Krink
Pressesprecher