Apostillen/Beglaubigungen

Apostille - Beglaubigung von gerichtlichen und notariellen Urkunden zur Verwendung im Ausland

Deutsche öffentliche Urkunden, die zum Gebrauch im Ausland bestimmt sind, bedürfen der Anerkennung durch Erteilung einer Legalisation oder Apostille. Darunter wird die Echtheitsbestätigung von Siegel und Unterschrift dieser Urkunden sowie der Eigenschaft, in welcher die unterzeichnende Person der Urkunde gehandelt hat, verstanden. Ob die Echtheit der Urkunde bereits durch die vereinfachte Form - die Apostille durch eine Behörde des ausstellenden Staates - hinreichend bestätigt ist oder ob hierfür die Legalisation durch die ausländische konsularische Vertretung erforderlich ist, richtet sich danach, ob der Empfängerstaat dem Haager Apostilleübereinkommen beigetreten ist. Informationen dazu erhalten Sie über das Auswärtige Amt.

Im Land Brandenburg ist die Zuständigkeit für die Erteilung der Apostille in § 1 der Verordnung zur Regelung der Zuständigkeit für die Erteilung der Apostille vom 4. September 1992 geregelt. Danach sind zuständig:

  • die Präsidenten der Landgerichte in ihrem Geschäftsbereich für Urkunden der ordentlichen Gerichtsbarkeit und der Staatsanwaltschaften sowie für Urkunden der Notare, die in ihrem Bezirk ihren Amtssitz haben,
  • das Justizministerium für alle übrigen Urkunden aus dem Bereich der Justiz,
  • das Innenministerium für alle anderen öffentlichen Urkunden.

Bei den übrigen Urkunden aus dem Bereich der Justiz handelt es sich im Wesentlichen um öffentliche Urkunden der Präsidenten der Langerichte, mit denen die Eigenschaft des Übersetzers als anerkannter Sachverständiger bestätigt wird.

Beispiel: Ein ukrainischer Staatsbürger möchte einer ukrainischen Behörde eine Einbürgerungszusicherung vorlegen. Dafür lässt er die in Deutschland erteilte Einbürgerungszusicherung von einem anerkannten Sachverständigen (Übersetzer) übersetzen. Der Präsident des Landgerichts kann dann eine sogenannte Bestätigung erteilen, dass der Übersetzer öffentlich bestellter und allgemein beeidigter Sachverständiger ist. Diese Bestätigung ist eine öffentliche Urkunde. Das für Justiz zuständige Ministerium kann auf diese Bestätigung eine Apostille erteilen.

Die Erteilung einer Apostille erfolgt nur auf Antrag. Dieser kann auf postalischem Weg gestellt oder auch persönlich abgegeben werden. Aus dem Antrag müssen die antragstellende Person sowie das Land, in dem die Urkunde vorgelegt werden soll, hervorgehen. Die Originalunterlagen sind beizufügen.

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