Datenschutz im Internet

Internet und Smartphones sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken. Doch die digitale Welt bietet neben vielen praktischen Möglichkeiten auch neue Gefahren für Verbraucherinnen und Verbraucher. Für den Brandenburgischen Verbraucherschutzminister haben dabei ein umfassender Datenschutz und das grundrechtlich verbürgte Recht auf informationelle Selbstbestimmung einen hohen Stellenwert.

Dies ist umso wichtiger, da wir heutzutage bei jedem Tastendruck und jedem Mausklick im Internet digitale Spuren hinterlassen. Jeder Schritt im Internet wird von unzähligen Unternehmen im Internet beobachtet und persönliche Daten von Verbraucherinnen und Verbrauchern werden ohne ihr Wissen weitergereicht. Deshalb ist es wichtig, dass Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Privatsphäre im Netz eigenständig schützen, um den Missbrauch der eigenen Daten zu verhindern. Großer Bedeutung kommt dabei der Verbraucherbildung zu. Nur wer sich der Gefahren bewusst ist, kann sich vor ihnen wirksam schützen.

Weil aber letztlich jede und jeder für seine persönlichen Daten selbst verantwortlich ist, hier die wichtigsten Tipps:

  • Gehen Sie sparsam mit Ihren Daten um. Überlegen Sie bei der Angabe persönlicher Daten lieber zweimal.
  • Bedenken Sie, ob es sich lohnt, Ihre Daten für ein Preisausschreiben oder eine Kundenkarte preiszugeben.
  • Seien Sie besonders achtsam, wenn es um sehr sensible Daten wie Ihre Kontoverbindung geht. Prüfen Sie immer Absender und Empfänger sehr genau.
  • Machen Sie keine überflüssigen Angaben beim Ausfüllen von Vertragsformularen.
  • Lesen Sie die Datenschutzbestimmungen bevor sie einen Vertrag abschließen.
  • Streichen Sie Ermächtigungen zur Datenweitergabe.
  • Überlegen Sie, ob Ihr Profil in sozialen Netzwerken für alle Nutzer offen sein soll.

Weitere praktische Tipps zum Datenschutz im Internet gibt es übrigens auch bei der Verbraucherzentrale Brandenburg .

Neben der persönlichen Verantwortung jedes Einzelnen, braucht es aber auch eine stärkere Sensibilisierung für Datenschutz-Themen auf allen politischen Ebenen und im globalen Maßstab. Brandenburg setzt sich deshalb im Bund und auf europäischer Ebene für die Berücksichtigung von Verbraucherinteressen ein. So fand die so genannte Vorratsdatenspeicherung keine Zustimmung aus Brandenburg. Auch die von der EU-Kommission vorgelegte Strategie für die Errichtung eines digitalen Binnenmarktes für Europa wurde im Bundesrat kritisiert. Die Freizügigkeit von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital darf aus Sicht des Brandenburger Verbraucherschutzministeriums nicht dem Selbstlauf überlassen werden.