Opferhilfe

Dem Schutz potentieller und tatsächlicher Opfer von Straftaten misst das Land Brandenburg eine besondere Bedeutung bei. Wer durch eine Straftat geschädigt wurde, sei es körperlich, seelisch, sexuell, materiell oder sozial und an den Folgen einer Gewalttat leidet, braucht oft Hilfe und Unterstützung. Neben der Polizei, den Gerichten und Behörden helfen Opferschutz- und Opferhilfeeinrichtungen den Betroffenen dabei, die Folgen zu überwinden.

Der Verein Opferhilfe Land Brandenburg e.V. bietet psychosoziale und psychologische Beratung für Opfer und Zeugen von Straftaten sowie für deren Angehörige und Vertrauenspersonen an. Die Beratung erfolgt in allen Sprachen (mit Dolmetscher), kostenlos, streng vertraulich, auf Wunsch anonym und unabhängig davon, ob Anzeige erstattet wurde. Das Beratungsangebot umfasst psychotraumatologische Beratung, Beratung in Krisensituationen, entlastende Gespräche, Stalking-Beratung, Zeugenbetreuung und Prozessbegleitung. Der Umfang des Angebots reicht von einer einmaligen Beratung bis zur langfristigen Beratungsreihe.

Der Verein Opferperspektive e.V. bietet Beratung für Opfer rechter Gewalt, für deren Freundinnen und Freunden, Angehörige sowie Zeuginnen und Zeugen. Eine Beratung ist aufsuchend, vertraulich, parteilich und kostenlos. Opferberaterinnen und -berater oder Ansprechpartnerinnen und -partner stehen in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt zur Verfügung.

Der WEISSE RING e.V. ist eine Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer und ihre Familien. Er leistet Opfern menschlichen Beistand und persönliche Betreuung, Hilfestellung im Umgang mit Behörden, Begleitung zu Gerichtsterminen, Vermittlung von Hilfen anderer Organisationen und Unterstützung bei materiellen Notlagen im Zusammenhang mit der Straftat. Außer seinem Landesbüro verfügt der WEISSE RING in Brandenburg noch über 18 weitere Außenstellen.

Nachdem lange Zeit allein die Täterin oder der Täter und die vorgeworfene Straftat im Mittelpunkt des Strafverfahrens stand, hat insbesondere in den vergangenen zwei Jahrzehnten das Interesse des Verletzten an Bedeutung gewonnen. Das Brandenburger Justizministerium prüft daher die stärkere finanzielle Ausstattung von Programmen, Organisationen und Vereinen, die sich dem Schutz und der Unterstützung von Kriminalitätsopfern widmen und ihre Rechte sichern. Dazu wird zum Beispiel auch die Einrichtung eines zentralen Fonds geprüft, der vorrangig aus Geldstrafen und Geldbußen gespeist wird.

Wir setzen uns zudem ein für eine schnellere und unbürokratische therapeutische Hilfe bei schweren Gewalt- und Sexualdelikten und für die Erweiterung des Opferentschädigungsgesetzes auf weitere Straftatbestände. Zudem sollen Opfer solcher Straftaten während eines Prozesses bessere Angebote zur psychosozialen Begleitung erhalten.

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