Gentechnikfreie Regionen: Verbraucher fordern Sicherheit, Naturschützer Vorsorge 

Ein großer Teil der Verbraucher in Deutschland lehnt gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel ab, da bisher nicht hinreichend geklärt ist, welches Risiko eine großflächige Verbreitung gentechnisch veränderter Produkte für Menschen, Tiere und Pflanzen langfristig in sich birgt. Insbesondere aus der Sicht des flächenbezogenen Naturschutzes wie auch zum Erhalt der Biodiversität sollten unkontrollierte Auskreuzungen genauso vermieden werden wie der Eintrag von insektizid wirkendem Material in geschützte Gebiete. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass möglichst große zusammenhängende Gebiete ohne den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen notwendig sind, um eine unerwünschte Verbreitung zu verhindern.

Gentechnikfreie Regionen Karte

Möglich wird dies durch den freiwilligen Zusammenschluss von Landwirtschaftsbetrieben und Erzeugergemeinschaften. Mehr...


Gentechnikfreie Landwirtschaft

Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Anteilen werden vom Verbraucher nicht akzeptiert. Landwirte bemühen sich zunehmend um gentechnikfreie Futtermittel. Imker möchten Honig ohne den Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen. Die Naturschützer möchten unerwünschte Veränderungen des Genpools heimischer Pflanzen vermeiden. Bündnisse auf lokaler und regionaler Ebene werben für dieses Ziel, Landwirte und Imker informieren mit speziellen Tagungen ihre interessierten Kollegen und die Öffentlichkeit. Auch die Landespolitik unterstützt diese Aktivitäten für eine gentechnikfreie Landbewirtschaftung.