Kennzeichnung von Produkten

Grundvoraussetzung für den Verbraucherschutz ist eine möglichst umfassende Kennzeichnung der Ware. Nur dann kann der Verbraucher entscheiden, welche Kriterien ihm wichtig sind, sofern eine solche Wahlmöglichkeit überhaupt besteht. Der Produzent kann dann entscheiden, welche Nachfrage er bedienen will. Dieses System funktioniert allerdings nur so lange, wie der Verbraucher darauf vertrauen kann, dass alle Marktteilnehmer sich an die "Spielregeln" halten. Für die Überwachung der Regeln bedarf es somit einer Kontrollinstanz.

Wie die Praxis gezeigt hat, ist die eigenverantwortliche Kontrolle durch die Hersteller und Verkäufer nicht immer frei von Mängeln. So werden häufig Kennzeichnungsvorschriften nicht beachtet, nicht mehr verkaufsfähige Ware wird umdeklariert und vieles andere mehr. Wo eine detaillierte Kontrolle nicht sinnvoll oder nicht möglich ist, sollen eine innerbetriebliche Qualitätssicherung sowie Haftungs- und Deckungsvorsorgeregelungen dem Schutz der Verbraucherinteressen dienen.

Auf der Verpackung sollen Verbraucher Informationen über die Zusammensetzung, Eigenschaften, Verwendung und Qualität der Produkte finden. Diese Informationen sollen als Kaufentscheidung dem Verbraucher dienen. Der Gesetzgeber schreibt für die verschiedensten Produkte eine bestimmte Kennzeichnung vor und schützt den Verbraucher vor Irreführung und Täuschung, in dem er bestimmte Angaben verbietet. Dazu zählen z.B. falsche Werbeaussagen über die Qualität oder bestimmte Eigenschaften des Produktes, wissenschaftlich nicht gesicherte Behauptungen oder Aussagen zur Beseitigung oder Linderung von Krankheiten auf Lebensmitteln oder Kosmetik. Diese Verbote sind im Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch geregelt.